Der manuelle Modus und wie ich ihn nutze

Im Modus “M” fotografieren.

Ich persönlich arbeite nur im “M” Modus. Das würde ich auch allen anderen empfehlen, auch wenn ihr erst geradeso aus dem Anfängerstadium raus seid.
Traut Euch…  ihr werdet zwar noch  jede Menge Ausschuss produzieren.
Das macht aber nichts und Ihr werdet dabei ungeheuer viel über die Zusammenhänge der drei wichtigsten Einstellungen einer Kamera lernen.

 

Blende, Zeit und ISO.

Nun werdet Ihr es schon selber wissen, “M” ist der manuelle Modus einer Kamera und hat nichts, aber auch gar nichts mit Magie oder Meister zutun.

Stellt Ihr also das Modulwahlrad auf  “M”, so könnt Ihr weitreichenden Einfluss auf die Bilder nehmen, die Ihr mit Eurer Kamera macht. Bei normalen, hellen Lichtbedingungen und ausgewogenem Kontrast, kann fast jede moderne Digitalkamera im Automatikmodus ein gut belichtetes Foto erstellen. Was aber ist mit dem kreativen Aspekt der Fotografie, was ist mit Lichtsituationen die mit dem Automatikprogramm nicht mehr handelbar sind? Hier und bei vielen anderen Situationen muss manuell eingegriffen werden.

Ich werde Euch hier nur kurz erklären können, welchen Einfluss die Blende, die Belichtungszeit und der ISO-Wert haben. Weiterreichende Informationen und praktische Übungen können gerne in meinen “Workshops für Einsteiger in die digitale Fotografie” erworben werden.

 

Also, im Prinzip ist es ganz einfach.

Mit der Blende steuert Ihr wie viel Licht auf den Sensor kommt. Stellt Ihr eine kleine Blendenzahl (2.8) ein, so habt Ihr eine große Blendenöffnung und es kommt viel Licht auf den Sensor. Bei einer großen Blendenzahl (16) habt Ihr eine sehr kleine Blendenöffnung und es kommt wenig Licht auf den Sensor.

 

Kleine Blendenzahl = große Blendenöffnung = viel Licht auf dem Sensor
Große Blendenzahl = kleine Blendenöffnung = wenig Licht auf dem Sensor

 

Weiterhin steuert Ihr mit der Blende auch die Schärfentiefe. Mit größer werdender Blendenzahl nimmt die Schärfentiefe zu. Wenn Ihr also einen großen Schärfentiefenbereich haben wollt, so müsst Ihre eine ausreichend kleine Blende benutzen. Ich benutze für meine Landschaftsbilder sehr oft die Blende 11 oder 13.

 

M a r g e r i t e n

 

Mit der Belichtungszeit steuert Ihr die Zeit (Sek.)

in der, durch die gewählte Blende, Licht auf den Sensor fällt.

 

Beispiel: kurze Belichtungszeit (1/1000 Sek.) und große Blendenzahl (22), bedeutet sehr wenig Licht auf dem Sensor. Sollte das Bild nun zu dunkel sein (unterbelichtet), müsst Ihr entweder die Belichtungszeit länger wählen (1/800 Sek.) oder die Blende vergrößern, heißt eine kleinere Blendenzahl (18) wählen.

 

Die Belichtungszeit ist aber auch dafür verantwortlich wie bewegte Objekte später auf dem Bild dargestellt werden. Einen fliegenden Hubschrauber z. B. müsst Ihr schon mit einer entsprechenden Belichtungszeit fotografieren, damit er scharf auf dem Bild zu erkennen ist. Ist die Belichtungszeit zu lange wird der Hubschrauber mehr oder weniger unscharf.

 

Hubschrauber

Hubschrauber – 1/320 Sek.

 

Zur ISO-Zahl sei nur noch folgendes gesagt.

Die ISO-Einstellung regelt die Lichtempfindlichkeit des Sensors Euer Kamera. Je höher die Zahl ist, umso Lichtempfindlicher ist der Sensor. Das kann Euch bei schlechten Lichtverhältnissen retten, wenn Ihr die Belichtungszeit nicht mehr reduzieren könnt oder die Blende nicht größer einstellen wollt. Zu beachten ist aber, das mit Erhöhung des Iso-Wertes das Bildrauschen zunimmt, welches aber auch abhängig von der Kamera (Sensor) ist.

 

Dieses zusammen Spiel von Blende und Belichtungszeit ist für mich das ganz besondere am fotografieren. Man hat so viele Gestaltungsmöglichkeiten und kann vielfältig auf das Ergebnis einwirken.

 

Wer das gerne noch vertiefen möchte, dem seihen meine “Workshops für Einsteiger in die digitale Fotografie” empfohlen.

 

Bis dahin… Andi von WilmAndi Photography